Grundsteinlegung für The Seven

Am 25. Mai wurde von Stadträtin Elisabeth Merk und den Bauherren Gerd A. Hille (LBBW Immobilien GmbH) und Jörg Scheufele (aiP) der Grundstein für „The Seven“ gelegt. 50 Prozent der Wohnflächen sind bereits verbrieft.

Mit der Grundsteinlegung startet Bilfinger Berger Hochbau GmbH nun auf dem 14.000 Quadratmeter großen Gelände mit der Realisierung des Wohn- und Gewerbeensemble im Gärtnerplatzviertel. Stadträtin Elisabeth Merk lobte den zügigen Ablauf des Bauvorhabens, an dem sie seit Beginn ihrer Dienstzeit 2008 involviert ist.

In den nächsten Tagen sollen die fünf Kamine mit je einem Gewicht von 10 Tonnen sowie das riesige Flugdach abgenommen werden. Dabei wird der Zustand des Materials geprüft. Bei Fertigstellung sollen Kamin und Flugdach wieder angebracht sein – jedoch auch andere Funktionen erfüllen. „Wir erwägen eine Ausschreibung über eine künstlerische Gestaltung der Kamine durchzuführen“, sagte Jörg Scheufele, Geschäftsführer der alpha invest Projekt GmbH (aiP). Der ursprüngliche Entwurf des Berliner Architektenbüros Léon Wohlhage Wernik sah zunächst die Abnahme der Kamine vor. Als Ergebnis einer Diskussion mit den Anwohnern wurde jedoch von der Architektin Professor Léon die Kamine nach einer Änderung der Pläne belassen.

Bis Ende 2012/Anfang 2013 sollen die exklusive Wohnungen und Büros errichtet sein. „Wir sind im Zeitplan“, bestätigte Roderick Rauert, Projektleiter der LBBW Immobilien Capital GmbH. In dem entkernten 56 Meter hohen Maschinenturm des ehemaligen Fernheizkraftwerks entstehen 95 bis 700 Quadratmeter große Wohnungen und in einem viergeschossigen Atriumsgebäude nochmals 56 Wohnungen mit der Größe von  55 bis 275 Quadratmetern. Insgesamt soll die Anlage etwa 110 Wohnungen aufweisen. „Über 50 Prozent der Wohnflächen sind bereits verbrieft“, erklärte Rauert. Zu Wohnanlage gehört ein 24-stündiger Concierge-Service, ein privater Spa- und Wellnessbereich und 420 Stellplätze für Autos. Die laufende Kosten werden den Eigentümern als Nebenkosten umgelegt. Weit höher fallen jedoch die Kaufpreise aus: Die Penthouse-Wohnung in den obersten beiden Stockwerke mit 700 Quadratmeter Wohnfläche wurde zu etwa 20.000 Euro pro Quadratmeter verkauft – dem höchsten in München gezahlten Wohnungspreis. Das Atriumsgebäude soll zudem eine der Stadt München gehörende Kindertagesstätte enthalten, die grundsätzlich für alle Kinder des Viertels geöffnet ist.

Im dritten Baukomplex der Anlage, dem „The Seven“ office“ entstehen auf vier Etagen etwa 8900 Quadratmeter Büroflächen. Im Erdgeschoss und im Untergeschoss entstehen Einzelhandelflächen. „Mit der Vermarktung der Büroflächen beginnen wir jetzt“, sagt Scheufele. Auch im Turm sollen Büroflächen entstehen, die zum Kauf als Teileigentum angeboten werden. Über die Angebotspreise und Angebotsmieten der Gewerbeflächen wollten sich Scheufele und Rauert aber nicht äußern.