Haack Höpfner Architekten

Die Haack + Hoepfner Architekten und Stadtplaner sehen „sich einer modernen klaren Architektur verpflichtet, in deren Mittelpunkt der Mensch und die Befriedigung seiner Bedürfnisse nach Wärme, Licht, Luft, Sonne, und einer lebenswerten Umwelt steht.“ Gegründet wurde das Münchner Architekturbüro von Lydia Haack und John Höpfner.

 

 

Neuapostolische Kirche in Laim – Kontemplation im Inneren und Äußeren

 

Zu den herausragenden Bauten gehört die im vergangenen Jahr eröffnete Neuapostolische Kirche in Laim. Das weiße monolithisch erscheinende Kirchengebäude wurde zwischen flankierenden Nebengebäuden so zurückgesetzt, dass ein kontemplativer Freiraum entstanden ist.

Der Platz, der mit Sitzgelegenheiten und einem Kirschbaum ausgestattet ist, bildet zusammen mit dem Kirchengebäude ein städtebauliches Ensemble, das auch die gegenüber liegende Wohnbebauung integriert. Durch ein vorgelagertes Wasserbecken mit einem freistehenden Kreuz ist das Kirchhaus vom Umfeld abgehoben. In respektvollem Abstand zum Gotteshaus entsteht so ein Treffpunkt vor der Kirche, der ebenso ins bauliche Umfeld vermittelt, wie er zum Verweilen einlädt.

 

 

Im Inneren ist das Gebäude auf den Altar und die Altarwand hin ausgerichtet, die von oben natürlich belichtet wird. Die von einer Lichtwolke durchzogene Altarwand, bringt zusammen mit der Belichtung von oben eine sich im Verlauf des Tages verändernde natürliche Lichtstimmung mit sich. Im geschützten Sakralbau wird so beides, das natürliche Umfeld spürbar, wie auch Rückzug und Besinnung möglich.

Neben der Ästhetik, haben die Architekten bei der Planung auch auf die Funktionalität und Nachhaltigkeit des Kirchenbaus geachtet. Kirche ist ein Nullemissionsgebäude. Die hohen Dämmwerte der Außenwände und Fassaden wirken zusammen mit der photovoltaisch angetriebenen Grundwasserwärmepumpe, der natürlichen Lüftung und weiteren passiven Solarmaßnahmen. So soll ein respektvoller Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen, dem ,Schutz der Schöpfung‘, und ein auf lange Sicht hin wirtschaftlicher Unterhalt in Einklang gebracht werden.

 

 

Wohnhaus in Pasing – Facelifting und Belichtung einer alten Dame

Am Pasinger Stadtpark wurde 2005 von Haack + Höpfner ein 1934 errichtetes Satteldachhauses modernisiert und erweitert.  Weil der Anbau baurechtlich nur nach Süden zur Wohnstraße hin erfolgen durfte, galt es Privatheit, Blend- und Sonnenschutz, und den Umgang mit einem gegenüber liegenden Baudenkmal zu beachten. Der Massivbau wurde über die gesamte Breite von acht Meter durch eine Holzskelettkonstruktion erweitert, das Dach verlängert.
Die Fassadenseiten des Anbaus sind an der Ostseite geschlossen, an der Westseite transparent verglast und zu einem hinter der Garage liegenden kleinen Hof öffenbar. Die Südseite ist verglast, erhält aber als Sicht- und Sonnenschutz innen - und außen durch Holztafeln. Durch diesen hölzernen Sichtschutz wird das Gebäude gefasst, die darin liegende Verglasungsebene ist optisch nicht mehr spürbar. Von innen wirkt der bis ins Dach hohe Wohnraum offen, aber hinter den horizontal gelagerten Hölzern auch geschützt und intim. Von außen wird das Volumen des Hauses abstrakt und entmaterialisiert. Die Holzfassade spiegelt sich in dem davor liegenden Wasserbecken. Das Haus mit Anbau wird zu einem Objekt in einer gärtnerisch gestalteten Anlage, bereichert zurückhaltend sein Umfeld und bewahrt Abstand zu Villa und Nachbarn.

 

Werke (Auswahl)

2003: Tankstellenpavillion Georg-Brauchle-Ring in München-Moosach

2004: Um- und Neuplanung des Heizkraftwerk München-Aubing

2005: CO2-village, Studentenstadt in München

2005: Wohnhaus in Pasing

2009: Allguth Tankstellenterminal in Chiemgaustraße

2011: Anbau und Sanierung eines Wohnhauses in München

2010-2013: Neuapostolische Kirche in München-Laim

 

Weitere Informationen:

Haack+Höpfner Architekten und Stadtplaner: Webside des Architekturbüros

 

Quelle: u.a. Haack + Höpfner Architekten und Stadtplaner, Architektouren BYAK

Bilder: Neuapostolische Kirche in Laim: Michael Heinrich; Haus in Pasing: Ulrich Lohrer