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Neuaubing: Stadtrat billigt Bebauungsplan für Wohnanlage Gleisharfe

Auf dem Gebiet des ehemaligen Ausbesserungswerks Neuaubing, der so genannten "Gleisharfe", sollen rund 500 Wohnungen für 1200 Bewohner entstehen. Nun hat der Münchner Stadtrat den Bebauungsplan für das etwa 8,5 Hektar große Gebiet gebilligt. Ab 2017 sollen die ersten Bewohner einziehen können.

 

 

Im Norden des Gebiets, auf dem sich früher das Bahn-Ausbesserungswerk Neuaubing befand, sollen künftig Menschen wohnen. Die Fläche, für die der Stadtrat heute den Bebauungsplan billigte, liegt im Bezirksteil Aubing-Süd des 22. Stadtbezirks zwischen der Bahnlinie München-Herrsching sowie der Papin- und der Kravogelstraße. 500 Wohnungen sollen hier in wenigen Jahren stehen, die ein Zuhause für 1200 Bewohner bieten. Rund 30 Prozent der Wohnungen entstehen im geförderten Wohnungsbau (München Modell, EOF). Auf dem Gebiet sollen zwei Kindertageseinrichtungen, soziale Infrastruktur und öffentliche Grünflächen geschaffen werden. Die Grundschulversorgung wird über einen neuen Standort in Freiham-Süd ab 2016/2017 sichergestellt.

Die Grundlage des vorausgegangenen Bauleitverfahrens für die Ausarbeitung des Bebauungsplans war ein im Sommer 2012 durchgeführter  städtebaulicher und landschaftsplanerischer Wettbewerb. Der von der Aurelis Real Estate GmbH & Co. KG, der Eigentümerin des ehemaligen Ausbesserungswerks Neuaubing der Deutschen Bahn in München, ausgelobte Wettbewerb gewann das Büro Meili Peter Architekten. Ziel war unter anderem eine Erweiterung der alten Eisenbahnersiedlung. Der Süden des Areals wird bereits als Gewerbegebiet entwickelt. Auf dem Nordteil, der so genannten Gleisharfe, soll ein Wohnquartier mit den zugehörigen Freiraumnutzungen sowie den erforderlichen Infrastruktureinrichtungen entstehen.

Das Preisgericht stellte die Vorzüge des Siegerentwurfs wie folgt heraus:

 

„Die Arbeit artikuliert sehr gekonnt sowohl einen klar definierten Eingang in das Quartier, der mit einem markanten Hochpunkt baulich besetzt ist und den Besucher empfängt, als auch einen baulichen Abschluss nach Süden zum Gewerbe hin. Die geschwungenen Zeilen bilden eine Folge abwechslungsreicher Räume, die dem Flaneur oder Bewohner immer neue Perspektiven bieten, in der Folge wiedererkennbare Wohnsituationen schaffen und ein hohes Maß an Identität versprechen. Es entstehen sich öffnende und weite Räume in der Diagonalen, denen geborgene, wohlproportionierte Hof- und Erschließungsräume gegenüberstehen. Bezüge zur früheren Nutzung spiegeln sich gekonnt wieder, ohne jedoch vordergründig zu sein.“

Mitte des Jahres soll der Satzungsbeschluss erfolgen, und bereits ab 2017 sollen die ersten Bewohner einziehen können.

 

Quelle: Landeshauptstadt München bom 21.01.2015

Bilder: Lageplan - Meili Peter Architekten/Landeshauptstadt München; Foto: Ulrich Lohrer