Neuaubing: Bebauungsplan für Quartier Dornier-Areal gebilligt

Auf dem ehemaligen Dornier-Gelände Süd in Neuaubing entsteht auf 6,5 Hektar ein neues Quartier mit rund 380 Wohnungen für 900 Menschen, Freiflächen und Infrastruktur entstehen. Auf dem Gebiet sollen zudem eine Kindertageseinrichtung sowie großzügige öffentliche Grünflächen bereitgestellt werden.

 

 

Die erforderlichen Billigungsbeschlüsse hinsichtlich des Bebauungsplans und des Flächennutzungsplans hat der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung in seiner Sitzung am 6. Juli 2016 gefasst.

Quelle: Landeshauptstadt München, Meldungen vom 07.07.2016 und 14.07.2016

Das Planungsgebiet mit einer Fläche liegt im Stadtviertel Aubing-Süd des 22. Münchner Stadtbezirk Aubing-Lochhausen-Langwied, zwischen Trimburgstraße, Am Gleisdreieck, Voglerstraße und Leisaustraße.  Nur wenige 100 Meter westlich davon entfernt soll die Wohnanlage an der Gleisharfe entstehen, für das der Stadtrat im Januar 2015 bereits den Bebauungsplan gebilligt hat.

Auf dem Dornier-Gelände wurden seit 1934 Flugzeuge produziert. Nach der Schließung der Flugzeugwerke im Jahr 1995 wurde das Gelände in einen Gewerbepark ("Sirius Business Park") umgewandelt, der bis heute besteht und zu dem die ehemaligen größtenteils erhalten Werksanlagen auf dem Nordteil gehören. Der Südteil wird weitestgehend als Parkplatz genutzt und wird durch Grün- und Brachflächen ergänzt. Der Parkplatz soll künftig in einem mehrgeschossigen Parkhaus im Norden zusammengefasst werden, um auf den frei werdenden und den weiteren größtenteils brachliegenden Flächen auf der Basis eines bereits stattgefundenen Ideenwettbewerbs neuen Wohnraum zu schaffen.

Ergebnisse des Ideenwettbewerbs im Februar 2014

Ende 2013 hatte der Projektentwickler, die Wohnbau Aubing GmbH & Co. KG, eine Gesellschaft der HI Wohnbau GmbH, München, in Abstimmung mit der Landeshauptstadt München einen einstufigen städtebaulichen und landschaftsplanerischen Ideenwettbewerb ausgelobt. Daran nahmen acht ausgewählte Teams aus Architektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung teil. Am 25. Februar 2014 vergab das Preisgericht drei Preise

1. Preis: Zeitler Blaimberger Architekten mit Brandhoff Voss Landschaftsarchitekten, beide München


2. Preis: Pesch + Partner Architekten, Stuttgart, mit Landschaftsarchitekt Johannes Rentsch, Büro Pesch + Partner


3. Preis: Robert Meyer Architekten, München, mit Irene Burkhardt Landschaftsarchitekten, München

Entwickelt werden soll neuer Wohnraum mit zirka 320 Wohnungen für rund 750 Einwohner und Einwohnerinnen, inklusive des 30-Prozent-Anteils geförderter Wohnungsbau.

„Der (Sieger)Entwurf reagiert sehr stark auf örtliche Gegebenheiten. Das fünfgeschossige Parkhaus im Norden des Baugebiets stellt einen Schallschutzriegel zu dem angrenzenden nördlichen Gewerbegebiet dar. Auf der Ostseite ist die durchgängige Wohnbebauung geeignet, den Gewerbelärm der östlich gelegenen Metro abzuhalten. Am Ende des Gebiets wurde die Kita angesiedelt, die sich zu dem großzügigen Grünzug im Süden orientiert. Die verdichtete vier- bis sechsgeschossige Bebauung im südwestlichen Teil des Gebäudewinkels wird durch Punkthäuser gebildet. Den Ortsrand an der südlichen Grundstücksgrenze bilden zwei- und dreigeschossige Reihenhäuser. Sie nehmen die Maßstäblichkeit der Siedlung in Gräfelfing auf. Die vorgegebene Erschließung über das Gleisdreieck im Nordosten, die Trimburgstraße im Nordwesten und die Voglerstraße im Südwesten nützt optimal die freien Erschließungskapazitäten. ...Die Tiefgaragen liegen sehr günstig größtenteils unter den Gebäuden und sorgen für kurze Gehstrecken von den Autos zu den Wohnungen. Im Geviert bilden Wohnwege mit Feuerwehrzufahrten die fußläufige Erschließung. Die Tiefgarage für die Einfamilienhäuser an der Voglerstraße wirkt überinstrumentiert und sollte überarbeitet werden! Durch die Schaffung einer großzügigen offenen Freifläche mit Anbindung an die Siedlung im Westen und der Biotopfläche im Osten partizipieren die neuen Bewohner und Nachbarn gleichermaßen. Sowohl ökologische Belange als auch Freiraumqualität wurden optimal berücksichtigt. Die Anordnung der Punkthäuser ermöglicht Blickbeziehungen aus allen Wohnungen auf die Grünflächen. Die durchgängige Grünverbindung bildet die städtebauliche Zäsur zwischen dem kleinteiligen Ortsrand von Gräfelfing und der neuen dichteren städtischen Wohnbebauung.“

Ziel ist es, das Verfahren bis Ende 2016 abzuschließen, so dass ab 2018 die ersten Bewohnerinnen und Bewohner in das neue Quartier ziehen können.

 

Quelle: Meldung des Landeshauptstadt München Ende Januar 2015-02-01

Bild: Lageplan und Visulaisierung des Entwurfs von Zeitler Blaimberger Architekten, München, mit Brandhoff Voss Landschafts- architekten, München/ Landeshauptstadt München