Altaubing - Neubauten bei Ubos Sippe

In Alt-Aubing hat sich die traditionelle Mittelpunktsfunktion als Quartierszentrum für die Grund- und Nahversorgung noch erhalten. Der alte Ortskern von Aubing liegt nördlich der heutigen S-Bahn-Haltestelle Aubing beziehungsweise weitgehend nördlich der Kirche St. Quirin auf einer leichten Erhebung, die den letzten Ausläufer der von Süden kommenden Münchner Schotterebene darstellt.

 

Jahrhunderte, bevor der Welfe Heinrich der Löwe die Brücke über der Isar und München gründete, bestand Aubing. Anässlich der ersten urkundlichen Erwähnung wurde vergangenes Jahr das 1000-jährige Bestehen von Aubing gefeiert.

Dem Namen nach siedelte hier bereits im 6. Jahrhundert die Sippe des Ubo. Einen nennenswerten Zuwachs verzeichnete die Niederlassung aber erst drei Jahrhunderte später, als Mönche des Klosters Tegernsee die Pfarrkirche St. Quirin errichteten.

Von romanischen Bauten aus dem Mittelalter ist in Aubing kaum mehr  etwas zu erkennen. Zwar ist das Ensemble Aubing zwischen Ubo- und Altostraße denkmalgeschützt. Der Denkmalschutz bezieht sich aber mehr auf die Bauernhäuser aus dem 19. Jahrhundert. Denn von der mittelalterlichen Ansiedlung ist nur der Kirchturm von St. Quirin aus dem 13. Jahrhundert erhalten geblieben, nachdem 1422 die Truppen des Herzogs Ludwig der Gebartete in Folge der siegreichen Schlacht bei Alling das Aubing fast völlig zerstört hatten. Aus einem Zwist mit seinem Vetter hatte Ludwig einen Krieg entfacht. Der erhaltene Kirchturm leuchtet heute im strahlenden Weiß der gleißenden Herbstsonne.

Um die Kirche herum verlaufenden geschwungenen Straßen erkennt man zwar noch deutlich die alten Hofstellen des Dorfes, doch haben „Umnutzungen, Auswechslungen und Modernisierungen nach dem Zweiten Weltkrieg das Erscheinungsbild des bis dahin noch bäuerlich geprägten Orts äußerst nachteilig zugesetzt“, wie es in der Beschreibung "Denkmäler in Bayern“ zu Aubing heißt.

Die weitaus größte Anzahl der Bevölkerung des erst 1942 in München eingemeindeten Aubing wohnt ohnehin südlich vom alten Dorfkern.

Direkt an der S-Bahn-Haltestelle Aubing entsteht gerade ein neues Wohnquartier durch den Münchner Projektentwickler Demos. Unter dem Namen „Leben Pur in Aubing“ werden 187 Wohnungen erstellt. Nach Angaben der Internetseite von Demos sind bereits alle Wohnungen mit Ausnahme von sechs verkauft. Die Preise der noch angebotenen Eigentumswohnungen liegen zwischen knapp 3700 und 4000 Euro pro Quadratmeter.

Mit seinem seit Anfang des 20. Jahrhunderts entstandenen unzusammenhängenden Kleinsiedlungen aus vorwiegend Einfamilienhäusern erstreckt sich Aubing und Neuaubing um den Bereich der Bahnlinie bis hin zur Bodenseestraße nach Süden. Immer wieder werden Grundstücke durch eine Erbengemeinschaft frei, die dann private Bauherren oder kleine Bauträger nutzen und durch Neubauten verdichten. Bei Aubings zweiter S-Bahnhaltestelle Leienfelsstraße hat die Creativ-Haus Baubetreuung GmbH & Co. KG gerade ein Mehrfamilienhaus errichtet. Von den sechs Wohnungen sind bereits fünf verkauft. Der Preis der 82 Quadratmeter großen noch freien Wohnung beträgt 339.500 Euro, 4115 Euro pro Quadratmeter.

Deutlich günstiger werden dagegen Bestandsimmobilien, vor allem ältere Eigentumswohnungen, weiter südlich und östlich von Altaubing angeboten. So liegt der Durchschnittspreis der vom Maklerportal immobilienscout24 angebotenen Objekte bei etwa 2900 Euro pro Quadratmeter. Allerdings sind auch hier die Preise der  in den 1960er- bis 1970erJahre entstandenen Wohnungen im Vergleich zu Anfang vergangenen Jahres von etwa 2400 Euro pro Quadratmeter um 20 Prozent auf 2800 Euro gestiegen. Richtung dem stark befahrenem Westkreuz mit den oft als Bausünden geschmähten Geschosswohnungsbauten zeigt der Bezirk ein völlig anderes Erscheinungsbild als im eher ländlichen Altaubing.

In Altaubing hat man versucht dies zu vermeiden. Das größtes Bauprojekt der vergangenen Jahre war denn auch der zwischen 2002 und 2005 erbaute Aubinger Tunnel, mit zwei Kilometer Bayerns längster Autobahntunnel. Der Bau des Tunnels verschlang damals 85 Millionen Euro. Und anlässlich der 1000-Jahr-Feier Aubings wurde hier ein Geschichtspfad eröffnet.     

 

Stadtviertel Altaubing

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Altaubing ist neben Aubing-Süd und Lochhausen ein Teillbezirk des westlichsten Münchner Stadtbezirks, Aubing-Lochhausen-Langwied. Altaubing ist ein länglicher Stadtbezirksteil, der im Süden durch die S-Bahnlinie S 3 Geltendorf und im Norden durch die S 4 nach Mammendorf und im Westen durch die Stadtgrenze begrenzt ist. Das Aubinger Gebiet ist, abgesehen von der Aubinger Lohe im Nordwesten, flach und nach Norden leicht abfallend.

 

 

Infrastruktur:

Altaubing hat die zwei S-Bahnhaltestellen Aubing und Leienfelsstraße an der S 4. Im Norden wird Aubing durch die S 3 begrenzt (Haltestelle Langwied). Es gibt vier Grund- und zwei Hauptschulen.Nördlich des alten Ortskerns befindet sich die wallartige Erhebung des Autobahntunnels Aubing, dahinter liegen einige neuere Wohngebiete. Die Bebauung zwischen dem Naherholungsgebiet der Aubinger Lohe und der Bahnstrecke München–Augsburg gehört bereits zum benachbarten Lochhausen.

Obwohl der Aubinger Gemeinderat nach wohlwollender Prüfung schließlich ablehnend durch den Reichsstatthalter in Bayern, Ritter von Epp, per Verfügung die Eingemeindung zum 1. April 1942 ohne Vertrag. Im Rahmen einer Neuordnung der Münchner Stadtbezirke wurde Aubing mit dem vormaligen Bezirk Lochausen-Langwied 1992 zum Stadtbezirk Aubing-Lochhausen-Langwied zusammengefasst.

 

Einwohner:

Die Sozialstruktur im Stadtbezirk ist der siedlungsstrukturellen Entwicklung gefolgt, stellt sich aber in einigen Quartieren, wie in den benachbarten Großwohnsiedlungen "Am Westkreuz" und "Neuaubing West" im Bezirksteil Aubing Süd, relativ unausgeglichen dar. Gemessen am Gesamtstadtniveau liegt der Anteil der Ausländer/innen in dem Stadtbezirk deutlich unter dem Durchschnitt. Der Bezirk hat aber den höchsten Anteil aller Münchner Bezirke an Mehrpersonen-Haushalten. Der Anteil sowohl von Kindern und Jugendlichen als auch von alten Menschen ist überdurchschnittlich hoch.

 

 

Immobilien:

Es bestehen große Preisunterschiede zwischen Neu- und Bestandsbauten. Während Neubauwohnungen erst etwa ab 3700 Euro pro Quadratmeter angeboten werden und bis über 4000 Euro pro Quadratmeter gehen, liegen die Preise auch qualitativ guter Bestandswohnungen in der Regel noch deutlich unter 3000 Euro. Größte Preisabschläge gibt es in der Regel für Wohnungen aus den 1960er bis 1980er-Jahren. In der Nutzung nehmen Eigenheime und Eigentumswohnungen gegenüber gemietete Objekte einen hohen Anteil ein, wobei der Anteil der Mietwohnungen Richtung Südosten von Neuaubing zunimmt.

Im Mietspiegel ist das gesamte Gebiet von Altaubing und Aubing-Süd undifferenziert als normales Wohngebiet ausgewiesen. Als gut bezeichnete Wohnlagen werden nur derr Bereich nordöstlich der S 4.